GRÜNDER-PORTRAIT PRICEHUBBLE

Wie von einem anderen Stern

PriceHubble-CEO und -Mitgründer Markus Stadler erklärt, wie es zur Geburt des Schweizer PropTechs kam und womit das Startup-Unternehmen die Immobilienwelt der Zukunft revolutionieren will.
Das Motto von PropTech PriceHubble lautet:
«Make smarter real estate decisions»
Das noch heute intakte und voll funktionsfähige Hubble-Weltraumteleskop ist eine gemeinsame Entwicklung von NASA und ESA, die seit dem Jahr 1990 der Menschheit Bilder aus den Weiten des Weltalls übermittelt. Immer auf der Suche nach neuen Sternen, neuen Welten, neuen Entdeckungen. Das grosse Teleskop ist eine Erfindung, die viel mit Mathematik und Physik zu tun hat. 2016 erfand bzw. gründete Markus Stadler zusammen mit Dr. Stefan Heitmann und Olivier Bachem das Schweizer Startup PriceHubble. Das hat auch viel zu tun mit Zahlen, blickt aber nicht ins Weltall, sondern beschäftigt sich eher mit irdischer Mathematik und Physik: Gebäude und deren Lebenszyklus, Immobilien und deren Kennziffern, Liegenschaften und deren Standorteigenschaften.

Mehr Transparenz für die Immobilienmärkte

Markus Stadler ist diplomierter Technomathematiker, geboren und aufgewachsen in Augsburg spezialisierte er sich später auf dem Gebiet Maschinenbau und Simulation und arbeitete in der deutschen Automobilindustrie bei BMW. Dann folgte nach dem abgeschlossenen Studium der Wechsel zur Management- und Strategieberatung Bain Company an den Standorten München und Zürich. In der helvetischen Finanzmetropole an der Limmat gelegen lernte er Moneypark-Gründer Stefan Heitmann kennen. Gemeinsam wurde die Idee geboren, den Immobilienmarkt transparenter zu machen. Daten sammeln, auswerten, interpretieren. Im Grunde nichts anderes, als was das grosse Weltraumteleskop tagtäglich macht, nur eben auf der Erde und mit dem Fokus auf den um- und bebauten Raum.

Gesagt, getan. Mit der Gründung von PriceHubble ist in der Zwischenzeit, rund drei Jahre später, ein erfolgreiches und schnell expandierendes PropTech erwachsen, das derzeit 35 Mitarbeitende an den Standorten Zürich, Berlin und Paris beschäftigt. Ein Grossteil davon sind Data Science- bzw. Software Engineers, rekrutiert an den Schweizer Hochschulen und an anderen internationalen Ausbildungsstätten. «Unser gemeinsames Ziel ist es, die Verfügbarkeit von Daten aus der Immobilienbranche mittels Machine Learning und künstlicher Intelligenz in Analysen und Marktprognosen umzusetzen», erklärt Stadler. Oder einfach gesagt: PriceHubble hilft der Immobilienwirtschaft bei der Digitalisierung. Kunden sind Unternehmen mit grossen Immobilienbeständen, Banken, Vermögensverwalter und Makler.

Weitere internationale Expansion im Blick

Und dabei ist CEO Markus Stadler zusammen mit seinen beiden Mitstreitern schon weit gekommen: «Nach der A-Finanzierungsrunde Ende 2017 waren so viele Investoren überzeugt, dass eine Millionensumme bereitstand, die entscheidend für das weitere Wachstum war.» Endlose Immobilienweiten transparent gemacht und bereit für Prognosen. «Predictive Real Estate» heisst der neudeutsche Begriff. Möglich wird die Revolution bzw. Disruption in der Immobilienwelt durch die fortschreitende Digitalisierung, vor allem auch durch höhere Rechner- und Speicherleistungen.

«Unübersichtliche und unstrukturierte Datenmengen gehören mit PriceHubble der Vergangenheit an», so Stadler. Die Zukunft seien tagesaktuelle Immobilien- und Standortbewertungen sowie valide Einschätzungen von Preis- und Lageentwicklungen bei Gebäuden und Liegenschaften. Aktuell bietet das Zürcher PropTech seine Dienste bereits im schweizerischen, deutschen und französischen Markt an. Weitere Länder und Kontinente stehen auf der Wunschliste des Mitgründers.

Text: Mathias Rinka
Titelbild: Pixabay (Skyline von Kuala Lumpur)
Porträtbild: PriceHubble


Markus Stadler
CEO PriceHubble
«Unser gemeinsames Ziel ist es, die Verfügbarkeit von Daten aus der Immobilienbranche mittels Machine Learning und künstlicher Intelligenz in Analysen und Marktprognosen umzusetzen.»